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News-Archiv

Schritt in die neue Heimat  (15.01.2018)
GastroSt. Gallen mit der Ostschweizer Gastronomiefachschule hat in Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Integrationsprojekte in St. Gallen (TISG) und seinem Geschäftsführer Roger Hochreutener ein Projekt zur beruflichen Integration von anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen lanciert. "Der Bedarf an Fachkräften in der Gastronomie ist enorm, und weil immer weniger Inländer in der Branche arbeiten, haben wir uns entschlossen, anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen wie auch andere arbeitsfähige Bezüger von Sozialhilfe mit ins Boot zu nehmen", erklärt Max Gsell, Schulleiter der Ostschweizer Gastronomiefachschule in St. Gallen.

Der erste Lehrgang startete am 10. August 2017. Zwei Frauen sowie 14 Männer aus Eritrea, Syrien, Afghanistan und dem Tibet haben an dieser Weiterbildung teilgenommen. Sie besuchten innerhalb von vier Monaten jeweils an zwei Tagen wöchtentlich die Schule und arbeiteten drei Tage lang entweder im Restaurant Leonardo in St. Gallen oder im Restaurant Rüthihof in Rüthi. Nun beginnen sei ein sechsmonatiges Praktikum in einem Gastronomiebetrieb im Kanton St. Gallen. Danach können sie eine zweijährige berufliche Grundbildung, den Lehrgang Progresso oder sogar eine berufliche Grundbildung mit ienem EFZ-Abschluss absolvieren.

Das Projekt in St. Gallen für anerkannte Flüchtlinge ist in der Schweiz einzigartig, erklärt Max Gsell. Es fördere die Integration und die Wertschätzung der Asylsuchenden in einem besonderen Masse und eröffne ihnen neue Perspektiven. Das Projekt werde durch das TISG und damit durch die St. Galler Gemeinden finanziert. Marc Abächerli, Geschäftsleiter vom Restaurant Leonardo in St. Gallen, welches im TISG integriert ist, ist begeistert von den Teilnehmenden. "Ich entlasse sie nun in die Privatwirtschaft und kann mit gutem Gewissen sagen, dass alle für diesen neuen Abschnitt gewappnet sind." Auch Thomas Zäch vom Restaurant Rüthihof in Rüthi ist überzeugt, dass seine Schützlinge eine weiterführende Ausbildung schaffen werden. "Die meisten waren sehr motiviert und haben sich gut in den Betrieb integriert".

Kürzlich fand im im Restaurant Leonardo die Zertifikatsübergabe statt. Alle Teilnehmenden haben eine Praktikumsstelle gefunden. Die Verantwortlichen sind mit dem Ergebnis des ersten Lehrganges sehr zufrieden. "Wir überlegen uns, den Deutschunterricht zu intensivieren und an die Bedürfnisse der Service- und Küchenmitarbeitenden anzupassen. Der Bund hat diesem Pilotprojekt zugestimmt und es kann 2018 zu einer sogenannten "Flüchtlingslehre" ausgebaut werden. Durch die Bundesbeiträge, die wir dann zur Verfügung haben, können wir die Mathematik und allgemeinbildenden Fächer ausbauen und noch gezielter auf die Berufsausbildung hin arbeiten", resümiert Max Gsell.

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